Planung von Passivhäusern

darf auf keinen Fall klein geschrieben werden.

Da über wesentliche Bestandteile des Passivhauskonzeptes bereits in einer frühen Planungsphase entschieden werden muss, ist eine sorgfältige Planung unbedingt erforderlich. Eine Nachbesserung zum Passivhaus nach der Rohbaufertigstellung ist in der Regel kaum noch möglich.

Folgende Überlegungen sollten daher in einem frühen Planungszeitpunkt geklärt werden.

Raumanordnung

Das Baugrundstück sollte so gewählt werden, dass so viele Fensterflächen wie möglich nach Süden ausgerichtet werden können. Der Gebäudekörper selbst sollte so kompakt wie möglich gestaltet werden. Dabei ergibt sich schon von selbst, dass Wohnräume im Süden, Nebenräume nach Norden auszurichten sind. Aber keine Sorge, Abweichungen von der Südorientierung sind nicht sehr gravierend und können i.d. Regel durch andere Maßnahmen wieder ausgeglichen werden.

Anschlussdetails

Um eine effektive Wärmedämmung zu konstruieren muss bei allen Anschlussdetails auf eine wärmebrückenfreie Konstruktion geachtet werden.
Herkömmliche Konstruktionsdetails weisen oft erhebliche Schwachstellen auf. Eine schlecht geplante Wärmebrückenbilanz kann den Wirkungsgrad der thermischen Gebäudehülle schnell um 50% oder mehr reduzieren.

 

Wärmestrom-Berechnungen

geben vor Baubeginn Aufschluss darüber, ob ein geplantes Detail den Passivhausanforderungen der wärmebrückenfreien Konstruktion entspricht oder zumindest wie nahe es dort herankommt.

Vom Passivhausinstitut wird ein Wert, der sogenannte Wärmebrückenverlustkoeffizient von weniger als 0,01 W/mK als wärmebrückenfrei betrachtet. Es wird empfohlen, diesen Wert in allen Konstruktionsdetails anzustreben.