| Wohnen
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Was
ist ein Passivhaus?
- Ein Wohnhaus mit einer Raumtemperatur von 20°C
das ganze Jahr über. Diese Raumtemperatur wird das ganze Jahr über
auf passive Art
und Weise im Haus erhalten, also weitgehend ohne die aktive
Verbrennung von Gas oder Öl.
- Weiter
ist das Temperaturverhalten eines Passivhauses extrem träge. Das
ist ein entscheidendes Plus in Sachen Energieverbrauch und bedeutet
: Wärmeenergie braucht sehr lange um die Gebäudehülle
zu passieren, sie steht dem Wohnraum entsprechend lange zur Verfügung.
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Wie
ist das zu erreichen?
- Durch
hochgradige Wärmedämmung
der Wände u = 0,1W/m²K anstreben
-
Fenster
mit einer Wärmeleitfähigkeit von weniger als u = 0,8W/m²K
-
Lüftungsanlage
mit Wärmerückgewinnung und ggf. Erdreichwärmetauscher
Erst
durch ein optimiertes Zusammenspiel dieser drei Komponenten kann nach
heutigem Stand der Technik der Passivhausstandard erreicht werden.
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Zertifiziertes
Passivhaus
- Erfüllt
ein Gebäude nachweislich die obenstehenden Kriterien, kann es kostenpflichtig
vom Passivhausinstitut in Darmstadt als Passivhaus zertifiziert werden.
Damit bekommt der Bauherr die Gewähr, dass das geplante Gebäude
auch tatsächlich den versprochenen Energieverbrauch einhält.
Tip:
Zertifizierung vertraglich vereinbaren
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Warum
15kwh/m² Wohnfläche und Jahr?
Der
Energieverbrauch von 15 kwh/m² und Jahr ist ein empirisch gewonnener
Grenzwert für Passivhäuser. Liegt der Energieverbrauch einer
Wohnung über diesem Wert, kann auf den Einbau einer Heizung nicht
ohne Komforteinbußen verzichtet werden. Das hat im wesentlichen
folgenden Hintergrund:
- Bis
zu 15 kwh/m² und Jahr kann ein durchschnittlicher Haushalt den Energiebedarf
durch sogenannte interne Wärmeenergie bereitstellen. Interne Wärme
wird freigesetzt durch Beleuchtung, Haushaltsstrom etc.. Es muss mit
Heiztagen nur bei außergewöhnlich ungünstiger Witterung
gerechnet werden (ca 7-14 Tage im Jahr).
- Es
ist eine Erfahrung aus der Praxis, die sich mittlerweile bei zahlreichen
Wohnhäusern bestätigt hat. (in der Regel EFH in Einzel-, Doppel-,
oder Reihenhausbauweise)
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Weshalb
benötigt ein Passivhaus zwingend eine Lüftungsanlage?
- Bei
optimaler Fensterlüftung im Passivhaus ginge in etwa doppelt soviel
Wärme nach außen verloren, wie durch die gesamte Gebäudehülle,
der Energiebedarf würde sich ungefähr verdoppeln. Eine Lüftungsanlage
reduziert diese Verluste durch die Wärmerückgewinnung auf
ungefähr 1/10, bei wohlgemerkt gleichbleibendem Luftaustausch.
Die Lüftungsanlage ist also notwendiger Bestandteil im Energiekonzept
eines Passivhauses, den Komfortgewinn einer Lüftungsanlage bekommt
man im Passivhaus sozusagen als Zugabe.
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Wie
wird ein Passivhaus bei extremer Witterung warmgehalten?
- Der
Einbau eines üblichen Heizsystems lohnt sich bei dem geringen
Heizwärmebedarf nicht mehr. Für diesen Fall wird in fast allen
Passivhäusern eine kleine "Notheizung" eingebaut. Es
gibt verschiedene Konzepte
und Systeme für diese Ergänzungsheizung. Sinnvoll ist eine
Nutzung der Brauchwassererwärmung zu diesem Zweck.
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Siehe
auch:
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